Siebter Zuschauer-Rekord in Folge: 402.110 Besucher sahen „Unter Geiern“

Bad Segeberg. Eine magische Zahl wurde erreicht – und eine neue Bestmarke gefeiert. Die Karl-May-Spiele 2019 gingen am Sonntag vor über 7.300 Zuschauern im Freilichttheater am Kalkberg mit einem ganz besonderen Rekord zu Ende. Zum Abenteuer „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers” kamen in diesem Sommer 402.110 Besucher nach Bad Segeberg. Zum ersten Mal in der Geschichte der Spiele wurde in der 68. Saison die 400.000er Marke überschritten. Es war gleichzeitig der siebte Besucher-Rekord in Folge. Im Vorjahr war mit dem Stück „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ ein Top-Ergebnis von 388.910 Besuchern erzielt worden.

 Ute Thienel, Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele, bedankte sich bei den Zuschauern der Abschlussvorstellung im ausverkauften Freilichttheater stellvertretend für alle Besucher der Saison. „Sie haben dieses Ergebnis möglich gemacht! Das ist ein ganz besonderer Tag für uns. Das ist einfach sensationell! Wir alle sind stolz, dass wir mit dem, was hier auf die Bühne bringen, so vielen Menschen Freude bereiten.“ Ein großes Dankeschön der Geschäftsführerin ging auch an alle Mitwirkende. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei diesem großartigen Team vor und hinter den Kulissen für die tolle Leistung und den enormen Einsatz, die große Spielfreude und die immer spürbare Herzenswärme. Ich bin sehr stolz auf euch!“

Für eine Zuschauerin endete die Karl-May-Saison mit einer besonders großen Überraschung: Yvonne Steiner aus Hamburg wurde von Ute Thienel als 400.000. Besucherin von „Unter Geiern“ vorgestellt. In der Arena erfuhr die Gewinnerin ihren Preis: eine Beteiligung von einem Cent pro Besucher und somit 4.000 Euro. Außerdem ist Familie Steiner zur Premiere von „Der Ölprinz“ im Juni 2020 eingeladen und darf sogar an der After-Show-Party mit dem Ensemble teilnehmen. Yvonne Steiner hatte auf Platz Nr. 587 in Reihe 10 in Block H gesessen und war mit ihrer Familie ins Freilichttheater gekommen – und das zum zweiten Mal.

 Ute Thienel dankte auch den Medien, die das Team seit Probenbeginn mit informativen Reportagen und Berichten durch die Saison begleitet hatten.

Die Top Ten in der 68-jährigen Geschichte der Karl-May-Spiele:

Platz 1: „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“ (2019) 402.110

Platz 2: „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg “ (2018) 388.910

Platz 3: „Old Surehand“ (2017) 372.646

Platz 4: „Der Schatz im Silbersee“ (2016) 366.369

Platz 5: „Im Tal des Todes“ (2015) 346.677

Platz 6: „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ (2014) 329.393

Platz 7: „Winnetou I – Blutsbrüder“ (2013) 322.424

Platz 8: „Der Schatz im Silbersee“ (2009) 320.339

Platz 9: „Winnetou – das Vermächtnis“ (1991) 317.395

Platz 10: „Halbblut“ (2010) 307.787

Auch Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Schönfeld sprach allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen seinen Dank für ihren großen Einsatz aus.

„Sie alle haben in jeder einzelnen Vorstellung ihr Bestes gegeben und die Zuschauer im Freilichttheater am Kalkberg begeistert. Wir sind glücklich, diese neue Rekordzahl erreicht zu haben. Noch vor wenigen Jahren haben viele solch ein Ergebnis nicht für möglich gehalten.“

 Alexander Klaws spielte sich als neuer „Winnetou“ auf Anhieb in die Herzen der Zuschauer. Auch die Gaststars Larissa Marolt als „Tiffany O’Toole” und Raúl Richter als „Martin Baumann, der Sohn des Bärenjägers“ überzeugten das Publikum, ebenso  Sascha Gluth als „Old Shatterhand“, Joshy Peters in der Rolle des „Bärenjägers Baumann“, Nicolas König als hinterhältiger Häuptling „Schwerer Mokassin“, Fabian Monasterios als „Wokadeh“, Sascha Hödl als Häuptlingssohn „Mo-haw“ und Harald Wieczorek in gleich zwei Rollen: als Häuptling „Tokvi-Tey“ und als Diamanten-Händler „Owens“.  Für Komik sorgten Patrick L. Schmitz  als italienischer Kunstmaler „Antonio Ventevaglio“  und Jogi Kaiser in der Rolle des unerschrockenen Schweizers „Urs Bürgli“.

 Norbert Schultze jr., der seit über zwei Jahrzehnten die Karl-May-Spiele prägte, führte in diesem Jahr zum letzten Mal Regie im Freilichttheater am Kalkberg. „Lieber Norbert, du hast unendlich viel für die Karl-May-Spiele getan“, sagte Ute Thienel. „Es war immer eine Freude mit dir. Du wirst ein Freund unseres Theaters bleiben. Du hast mit vier Winnetous gearbeitet, drei von ihnen am Kalkberg etabliert. Du stehst für die erfolgreichste Zeit der Karl-May-Spiele und gehst mit einem Traumergebnis. Ich sage ich Dir persönlich und im Namen des gesamten Teams Danke!“

Zum 20. Mal lag die Produktions- und Spielleitung in den Händen von Stefan Tietgen. Autor Michael Stamp schrieb zum 21. Mal das Textbuch.

Die Vorbereitungen für die 69. Saison haben bereits begonnen. Vom 27. Juni bis zum 6. September 2020 wird die Inszenierung „Der Ölprinz“ gezeigt. Das Abenteuer stand zuletzt 2011 auf dem Spielplan.

Die Story 2020:

Seine Seele ist so dunkel wie das schwarze Gold – und sein Herz so kalt wie der einsame Bergsee, in dem er seine Opfer verschwinden lässt: Der elegante Geschäftemacher Grinley, den sie im Westen den „Ölprinzen“ nennen, ist nicht nur ein ausgebuffter Geschäftsmann, sondern auch ein skrupelloser Betrüger und Mörder. Mit einer angeblichen Ölquelle am Gloomy Water wollen er und sein Bruder Buttler das große Geld machen, doch ihnen kommen drei Männer in die Quere: Apachenhäuptling Winnetou, dessen weißer Blutsbruder Old Shatterhand und der skurrile Sam Hawkens. Sie müssen zwischen zwei verfeindeten Indianerstämmen Frieden stiften und dafür sorgen, dass ein deutscher Wagenzug mit der resoluten Treckführerin Rosalie Ebersbach nicht zwischen die Fronten gerät. Und dann gibt es da noch den schöngeistigen Kantor Hampel, der im Wilden Westen eine Heldenoper komponieren und den Indianern die Flötentöne beibringen will…

Foto: Große Freude beim Karl-May-Team. Die magische Grenze von 400.000 Besuchern wurde überschritten. 4.v.l. Ute Thienel, Geschäftsführerin der Karl-May-Spiele. Ganz rechts Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld.

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